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ADALBERT RAPS

Adalbert Raps: Namenspatron der Beruflichen Oberschule Kulmbach – ein Unternehmer mit Weitblick

Adalbert Raps (1888 - 1975),
der Namensgeber unserer Schule

Adalbert Raps ist mehr als nur der Namensgeber für die Fachoberschule und Berufsoberschule Kulmbach, auch heute noch gilt Adalbert Raps als Unternehmer mit Vorbildfunktion. Adalbert Raps hat den Grundstein für das inzwischen weltweit tätige Gewürzunternehmen RAPS gelegt und hat sich durch Pionierleistung, unternehmerischen Geist, Weitblick und Know-how einen Namen gemacht.
Die RAPS GmbH & Co. KG ist heute ein international führender Hersteller von Gewürzen und Zusatzstoffen für Nahrungsmittel. Mit elf Tochtergesellschaften und sieben Produktionsstätten in Europa bietet RAPS weltweit innovativen Produkt- und Prozess-Service in Premium-Qualität.
Der Fokus des Unternehmens liegt bei kundenspezifischen Neuentwicklungen. So arbeitet jeder zehnte Mitarbeiter bei RAPS in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Fachberatung. Jährlich entwickelt RAPS rund dreißig Standard- und fast 600 kundenspezifische Produkte neu. In fünf Werken produziert RAPS allein am Standort Kulmbach 23.000 Tonnen flüssige und streufähige Gewürzmischungen. RAPS beschäftigt weltweit rund 900 Mitarbeiter.
Nicht erst durch den heutigen Geschäftsführer Frank Kühne oder dessen Vater, Horst Kühne, der vorher die RAPS-Geschäftsführung inne hatte und RAPS in Kulmbach ausgebaut und zukunftsträchtig aufgestellt hat, wurde das Gewürzunternehmen RAPS bekannt wegen seines Innovationspotentials. Schon der Firmengründer Adalbert Raps legte die Grundlage für Neuerungen. Nach der Unternehmensgründung im Jahr 1924 in Hamburg entwickelte der approbierte Apotheker Adalbert Raps ein Verfahren, Gewürze salzfrei zu produzieren. Das barg enormes Einsparpotential in sich – denn Salz war damals wegen der langen Transportwege teuer.
Durch zielbewusste Entwicklungsarbeit blühte RAPS auf.  Nach und nach entstanden in Hamburg große  eigene Betriebsanlagen ganz in der Nähe des Freihafens.

Produktion

Doch die gesamte mühevolle Aufbauarbeit wurde in der Nacht vom 27. zum 28. Juli 1943 beim schwersten Bombenangriff auf Hamburg in Schutt und Asche gelegt. Adalbert Raps stand vor den Trümmern seines Lebenswerkes. Ans Aufgeben allerdings dachte der Unternehmer nicht.
Schon wenige Wochen nach dem Bombenangriff wagte er in Hamburg in einer stillgelegten Fabrik einen neuen Anfang. Im September des gleichen Jahres hatte Adalbert Raps zusätzlich in einer alten Mälzerei in der Grünwehr in Kulmbach  ein Ausweichquartier gefunden.

Mit der Frage, warum die Firma Raps 1943 nach Kulmbach kam, haben sich die lndustriekaufleute Gabi Kießling und Anja Küfner mit Unterstützung ihres damaligen Lehrers Bernd Winkler von der Hans-Wilsdorf-Schule  beschäftigt und fanden folgendes heraus:

Zum einen war in der stillgelegten Mälzerei in der Grünwehr ein Becherwerk vorhanden, das zum Hochtransport der Gewürze beim Mahlen benutzt werden konnte, zum anderen hatte der Inhaber der Firma Mühlenbau-Künzel in Kulmbach versprochen, einen Sichter zum Sieben der Gewürze zu bauen. Dass zu jener Zeit in Kulmbach mit der Firma Sauermann eine bedeutende Fleischwarenfabrik existierte, hatte keinen Einfluss auf die Entscheidung. 1944 wurde dann die damalige Reichsanstalt für Fleischwirtschaft, das heutige Max-Rubner-Institut, von Berlin nach Kulmbach verlegt. Das stärkte den Standort Kulmbach. Denn Adalbert Raps und die Firma RAPS arbeiteten eng mit dem Institut zusammen.

Coating

Immer wieder gelang es Adalbert Raps Neuheiten zu entwickeln. RAPS verwendete bereits 1951 als erster Anwender in Europa Glutamin zur geschmacksverbessernden Wirkung. RAPS machte mit einer modernen Extraktionsanlage von sich Reden. Und auch mit der Frostkaltvermahlung sorgte RAPS für Furore in der gesamten Gewürz- und Nahrungsmittelbranche. Denn die Frostkaltvermahlung steigert die Aromenausbeute um ein Drittel.
1953 hat RAPS seinen Stammsitz von Hamburg nach Kulmbach verlegt. Bis 1974 baute Adalbert Raps das Unternehmen stetig aus. Am 6. November 1975 starb Adalbert Raps nach kurzer Krankheit im Alter von 87 Jahren. Mit der Weitsicht eines echten Unternehmers hatte es Adalbert Raps nicht versäumt, ein junges Führungsteam mit Horst Kühne, Waldemar Pfeiffer (gestorben 3. Juli 1994), Dr. Werner Huth und Heribert Korte an der Spitze zu etablieren, das sein Werk in seinem Sinne fortführte und nahtlos an den traditionellen Erfolgskurs anknüpfte.
Die erste Bewährungsprobe meisterte das neue Führungsteam sogleich mit der Verwirklichung des Baus eines neuen Gewürzwerkes an der heutigen Adalbert-Raps-Straße. Der erste Spatenstich erfolgte Ende 1977 und 1980 lief die Produktion an. Weitere Millioneninvestitionen an den Werksstandorten folgten bis zur Fertigstellung eines beispielhaften Produktionswerkes für flüssige Gewürzmischungen Am Goldenen Feld in den Jahren 1996/97.
Seit 2003 führt bereits eine neue Generation das Unternehmen: Frank Kühne hat die Geschäftsführung übernommen und führt die Firma in die Zukunft.
In den nächsten Jahren wird es am Standort Kulmbach Millioneninvestitionen geben.

Denn RAPS ist nicht mehr nur ein Unternehmen, das Gewürze und Gewürzmischungen verkauft und produziert, RAPS bietet für seine Kunden aus den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Fleischerei- und Feinkost-Handwerk, der Fleischwaren- und Lebensmittelindustrie sowie der Gastronomie und Großverpflegung auch innovative Ideen an und tritt als „Problemlöser“ auf.

 
 
   
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