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ENGLISCH (ZERTIFIKAT)

Englisch an der Berufsschule

Eintrittskarte in die globale Wirtschaft

Autoren: Detlev Schreiner und Georg Wunder

Englisch - und im Idealfall weitere Fremdsprachen – werden im Berufsleben und damit auch in der Berufsschule immer wichtiger. In der Berufsschule Kulmbach ist Englisch in allen kaufmännischen Berufen ein berufsbezogenes Pflichtfach.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung wird das Fach somit also dem fachlichen Unterricht und nicht mehr dem allgemein bildenden Unterricht zugeordnet. Es steht damit auf einer Stufe mit den Lernfelder wie Kaufmännische Steuerung und Kontrolle oder Beschaffungs- und Personalwirtschaft..

Der Englischunterricht an der Berufsschule ist gewöhnlich

  • auf durchschnittlich eine Wochenstunde begrenzt und
  • und er baut auf dem Mindeststandard der fünfjährigen bayerischen Hauptschule auf.

Die dort erworbenen allgemein sprachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Verhaltensweisen (wie etwa Lerntechniken, Sozialverhalten) werden vorausgesetzt.

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Ziele und Prinzipien

Eine Kernfrage lautet, was sollten die Auszubildenden aufgrund der Internationalisierung der Wirtschaft und des Lebens für die Gegenwart und die Zukunft lernen.
Deshalb tritt die formale Sprachbetrachtung mehr und mehr in den Hintergrund, ohne dass diese ganz vernachlässigt wird. Vielmehr haben die beruflichen Schulen die Zeichen der Zeit erkannt und konzentrieren sich auf berufliche und alltägliche Situationen, in denen fremdsprachliche Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden.

Die Lernziele und Lerninhalten sollen

  • zur guten Erledigung berufsspezifischer Aufgaben dienen und
  • zum besseren beruflichen und persönlichen Umgang mit Menschen anderer Muttersprache führen.

Da der Bedarf an Sprachkenntnissen am Arbeitsplatz einer raschen Veränderung unterliegt, werden die Schülerinnen und Schüler auch kontinuierlich zu lebenslangem Lernen und zum Selbststudium motiviert.

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Inhalte des Unterrichts

Die Inhalte unterscheiden sich in den einzelnen Ausbildungsberufen mehr oder weniger stark Einzelhändler im Schuhfachgeschäft und Industriekaufleute im Export werden unterschiedliche sprachliche Kompetenzen benötigen. An Bürokaufleute im Automobil- oder Haustechnikgeschäft werden wiederum andere Ansprüche gestellt werden.

Doch jeder berufsbezogene Lehrplan ist so strukturiert, dass die Bereiche

  • mündliche Kommunikation
  • Arbeit mit Fachtexten
  • und schriftliche Kommunikation

alle Lernjahre durchziehen. Das Lerngebiet mündliche Kommunikation verbindet das Hörverstehen und die Sprechfähigkeit zu interaktiven Sprechhandlungen (Gesprächen).

Im Bereich „Arbeit mit Fachtexten“ wird das effektive und praxisnahe Leseverstehen trainiert.
Das Verfassen berufsrelevanter Texte (wie Briefe, Faxmitteilungen, E-Mails, interne Memos usw.) auch als Reaktion auf vorangegangene Prozesse, wird im Bereich der schriftlichen Kommunikation unterrichtet.

Unterrichtsthemen im kaufmännischen Berufen sind

  • die Rolle der englischen Sprache als Verkehrssprache
  • die Bearbeitung von Formularen
  • die Entwicklung und Festigung von Lerntechniken
  • das Sprechen über den Betrieb und die Arbeitswelt
  • das Wahrnehmen anderer Denk- und Kommunikationsweisen
  • das angemessene, höfliche und situationsgerechte Verhalten
  • der Umgang mit Aufgaben rund um das Telefonieren
  • das Sprechen und Berichten über geschäftliche Entwicklungen
  • das Lesen und Anfertigen von Mitteilungen
  • der Umgang mit Wörterbüchern und virtuellen Übersetzungshilfen
  • der kaufmännische Schriftverkehr
  • die Betreuung ausländischer Gäste und Geschäftspartner
  • die Vorbereitung von Geschäftsreisen und touristischer Aktivitäten
  • die Bewerbung in englischer Sprache
  • die Nutzung außerschulischer Möglichkeiten der Sprachförderung
  • und viele und vieles mehr.

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Die Zertifikatsprüfung Englisch

Qualifikationen werden transparent

Die seit 1998 angebotene Zertifikatsprüfung für berufsbezogenes Englisch hilft, die Fremdsprachenkenntnisse transparent zu machen. Die Prüfung wird im letzten Schuljahr angeboten und die Teilnahme ist freiwillig. Anmeldung können sich Schülerinnen und Schüler, die an der Berufsschule Pflichtunterricht in Englisch haben. Die Abschlussprüfung wird in drei Niveaustufen für kaufmännische, gewerblich-technische und gastgewerbliche Berufe angeboten. Alle Interessenten werden von ihren Englischlehrern und Englischlehrerinnen umfassend im Unterricht über das weitere Verfahren informiert.

Was ist neu und einzigartig?

Neu und einzigartig ist an dieser Prüfung, dass sie

  • zentral gestellt wird und gleichzeitig
  • auf den jeweiligen Beruf zugeschnitten ist.

Die Aufgaben bauen auf dem Berufsschulunterricht in Englisch auf, sind praxis- und handlungsorientiert und simulieren berufliche Situationen. Außerdem ist neu, dass die Leistungen nicht mehr durch Noten, sondern durch Punkt- bzw. Prozentwerte detailliert beschrieben werden. Auch dies erhöht für die Kandidaten und die Arbeitgeber die Transparenz des Zertifikats.

Prüfungsablauf

Die Prüfung wird an zwei Tagen durchgeführt. Am ersten Tag wird bayernweit zur jeweils gleichen Zeit der schriftliche Teil absolviert. Dazu gehören die Bereiche

  • Texte und gesprochene Mitteilungen verstehen (Reception)
  • Texte und gesprochene Mitteilungen wiedergeben (Mediation)
  • Schriftstücke erstellen (Production).

Der schriftliche Teil dauert in der Niveaustufe I 60 Minuten, in der Stufe II 90 Minuten, in der Stufe 3 120 Minuten. Dazu kommt ein mündlicher Teil, der verpflichtend ist und bestanden werden muss, um das Zertifikat zu erhalten. Dabei werden jeweils zwei Kandidaten gleichzeitig geprüft, die sich miteinander über Betrieb, Beruf und alltägliche wie berufliche Situationen unterhalten. Dieser Teil dauert ca. 20 bis 30 Minuten pro Zweiergruppe.

Musteraufgabe:

Die folgende Aufgabe wurde im Schuljahr 2007/ 2008 im Rahmen der

  • Prüfung für Industriekaufleute Stufe II
  • im Teilbereich schriftliche Prüfung gestellt.

Die Arbeitszeit betrug 90 Minuten. Als Hilfsmittel war ein zweisprachiges Wörterbuch (Deutsch – Englisch/ Englisch – Deutsch) erlaubt.

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