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BURSA

Deutsch-türkischer Praktikantenaustausch

Die Hans-Wilsdorf-Schule Kulmbach arbeitet bereits seit Mitte der 70er Jahre im weltweiten UNESCO-Schulprojekt (ASPRO) mit. Das erste deutsche Gemeinschaftsprojekt hieß „Ausländer in unserer Stadt" und führte zu freundschaftlichen Kontakten mit in Kulmbach lebenden Ausländern.

In diese Zeit fiel auch die erste große wirtschaftliche Krise Deutschlands nach 1945. Seit damals gibt es einen Anwerbestop für ausländische Arbeitskräfte. Trotzdem stieg die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer durch Familiennachzug, Zuzug von EU-Bürgern und Asyl-Bewerbern, aber auch durch illegale Einwanderung von damals 1,7 Mio auf heute rd. 8,5 Mio. Türken bilden mit etwa 2 Mio die größte Gruppe unter den Ausländern und sind u.a. wegen der kulturellen Unterschiede weniger in unsere Gesellschaft integriert. Der 1985 begonnene Austausch von Praktikanten mit einer türkischen Berufsschule wird bis heute in jedem Jahr durchgeführt und zielt auf ein besseres gegenseitiges Verständnis. Trotz anfänglicher Skepsis sind die meisten Teilnehmer am Ende begeistert: Sie können ihr Türkeibild vor Ort selbst „malen" und kehren durch die „Fremdheitserfahrungen" in ihrer Persönlichkeit gereift zurück.

Die positiven Erfahrungen aus diesen Begegnungen wirken über die Schule hinaus: Ein Sportverein, eine Musikgruppe, aber auch Oberbürgermeister und Landrat haben die Berufsschüler schon in die Türkei begleitet. 1998 schlossen Bursa und Kulmbach sogar eine Städtepartnerschaft! Im gleichen Jahr wurde auch in Bursa ein UNESCO-Club gegründet, nachdem in Kulmbach bereits 1997 der UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg e.V. (www.unesco-clubkulmbach.de) entstanden war. Diese interkulturellen Kontakte erleichtern das Zusammenleben mit Ausländern in Kulmbach und fördern auf beiden Seiten ein Klima der Toleranz und der Verständigung.

Eine ausführliche Beschreibung des Projektes, insbesondere der Vorbereitungen, die speziell an einer Berufsschule für diese Austausche erforderlich sind, des Programmablaufes und der Finanzierungsmöglichkeiten findet sich hier.

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Bursa

Die Stadt Bursa im Südosten des Marmaragebietes liegt an den Ausläufern des Uludag (der Berg Olympos von Mysia, 2443 Meter hoch). Die Stadt leitet ihren Namen ab von Prussias, dem König Bithyniens. Sie kam zunächst unter römische, dann unter byzantinische Herrschaft, bis sie 1326 von Osman I. eingenommen und zur ersten Haupstadt des OsmanischenReiches deklariert wurde. Ein Großteil bedeutender osmanischer Bauwerke steht heute noch. Liebevoll "Grünes Bursa" gennannt, ist die Stadt reich an Gärten und Parkanlagen in einer fruchtbaren Ebene gelegen. Bedeutend ist der Obstanbau. Bursa genoß und genießt heute noch einen guten Ruf als Produktions- und Handelszentrum von Seide und Frottiertuch sowie als Thermalbäderzentrum. Unbedingt koste man das iskender-Kebab, eine örtliche Spezialität, aus gebratenen Fleischstücken auf Fladenbrot, das mit Tomatensauce, geschmolzener Butter und Joghurt übergossen wird.Eine weitere örtliche Köstlichkeit sind kandierte Maronen.

Eine Stadtrundfahrt sollte mit einem Besuch der Yesil Türbe (Grünes Grabmal) im Ostteil der Stadt beginnen. Sie steht in einem Garten, ist bekannt wegen ihrer Ausschmückung mit Kacheln von erlesener Schönheit und beherbergt das ebenfalls mit Kacheln geschmückte Grab von Sultan Mehmet I.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vermittelt die Grüne Moschee aus dem Jahre 1424 das neuosmanische Gefühl von "Ästhetik" und erlaubt einen Vergleich mit dem seldschukischen. Der Gebäudekomplex beinhaltet auch eine Medresse, in der das ethnographische Museum untergebracht ist. Vielleicht sollte man, bevor man die Besichtigung fortsetzt, sich ein Glas Tee in einem der zahlreichen alten Teehäuser gönnen.

Weiter bergauf kommt man in östlicher Richtung an der Emir Sultan Moschee in ihrer wunderschönen Lage vorbei, und nach einem Spaziergang im Alten Viertel gelangt man zu der Sultan Beyazid-Moschee aus dem Jahre 1391. Dann sollte man seinen Gang fortsetzen bis zum Platz der Republik und die Atatürk-Avenue entlangschlendern, an der umgeben von Blumenbeeten und Springbrunnen Straßencafes zur Rast einladen. In einem länglichen Gebäude an der Rückseite des Koza Park, dem Koza Han aus dem Jahre 1490 wird der Handel mit Seidens abgewickelt. Als nächster Besichtigungspunkt folgt der überdachte Basar mit seinen engen, winkligen Gassen, dann die Karawanserei und der Antiquitätenmarkt. Am anderen Ende des Koza-Parkes steht die Orhan Gazi Moschee aus dem Jahre 1413. Die in der Nähe gelegene Große Ulu Moschee wurde in seldschukischem Baustil errichtet. Eine schöngeschnitzte Gebetsnische aus Walnußholz und eindrucksvolle Tafeln mit exquisiter Kalligraphie schmücken die Moschee. Der Brunnen für die rituelle Waschung befindet sich nicht wie sonst üblich außerhalb, sondern innerhalb der von zwanzig Kuppeln überdeckten Moschee. Wandert man von der Ulu Moschee in westlicher Richtung weiter, kommt man in das alte, pittoreske Stadtviertel Hisar. In einem hochgelegenen Park, von dem aus man auf die Bursa-Ebene hinunterblickt, stehen die Grabmäler von Osman, dem Gründer des Osmanischen Reiches und seinem Sohn Orhan Gazi, der das Heer befehligte, das Bursa eroberte. Die Cafes in Tophane laden zu einer Erfrischung ein. In der nahegelegenen Straße der Maler kann man die lokalen Künstler bei ihrer Arbeit unter freiem Himmel beobachten.

Von den Teegärten im Yildiz-Park im Stadtviertel Muradiye hat man einen prächtigen Blick auf den Muradiye Komplex. In einer parkähnlichen beschaulichen Grünanlage gelegen ist er im selben Stil wie die Grüne Moschee im Jahre 1426 unter Sultan Murat II. erbaut und beinhaltet auch die Grabmäler des Bauherrn und seiner Söhne Cem und Kronprinz Mustafa. Das nahegelegene Osmanische Hausmuseum in einem restaurierten Herrensitz aus dem 17. Jahrhundert gestattet einen interessanten Einblick in die Lebensweise wohlhabender Osmanen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählt der Kulturpark mit dem Archäologischen Museum von Bursa und das Atatürkmuseum auf dem Wege nach Cekirge.

Die im Westen gelegene Vorstadt Cekirge war schon in römischer Zeit für ihre mineralhaltigen Thermalquellen bekannt. Heute verfügen mehrere moderne Hotels über Thermalbäder, doch sollte man auch unbedingt die allen Badehäuser, besichtigen. Das Yeni Hamam (das Neue Bad) wurde 1552 unter Rüstem Pascha, dem Großwesir von Sultan Suleiman dem Prächtigen erbaut. Das Eski Hamam (das Alte Bad) ist über den Byzantinischen Bädern errichtet worden. Das beste Thermalwasser wird dem Karamustafa Pascha-Heilbad zugeschrieben. Zu den sehenswerten Bauwerken in Cekirge gehören die Moschee und die Grabmäler von Murat I. sowie Suleiman Celebi, einem Dichter religiöser Werke. Das Karagöz-Denkmal erinnert an eine bekannte
türkische Schattenspielfigur.

Uludag ist das bedeutendste Wintersportzentrum der Türkei mit einer breiten Palette an Aktivitäten, Beherbergunsbetrieben und Unterhaltung . Der Gipfel, 36 km von Bursa entfernt, ist mit Pkw oder Seilbahn problemlos zu erreichen. Zwar sind die Monate Dezember bis Mai der ideale Zeitraum zum Skifahren, doch ist das Gebiet, zum Nationalpark erklärt, jederzeit einen Besuchwert und besticht durch landschaftliche Schönheit und wunderbar frische Luft.

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